Donnerstag, 17. November 2016

High Tea an den Victoria Falls

Wir sind an der letzten Station unserer Reise angekommen: bei den Victoria Falls in Simbabwe. Der "mächtige Sambesi" führt zwar wirklich sehr wenig Wasser um diese Zeit, so dass nicht über alle Klippen Kaskaden stürzen - aber die Fälle sind mit ihrem Getöse dennoch eindrucksvoll, und man erkennt sehr viel, weil nicht die gesamte Schlucht im Sprühnebel verschwindet...

Hier sieht man noch vielem den britischen Kolonial-Einfluss an, aber keinem Gebäude so sehr wie dem mondänen Victoria Falls Hotel, wo man von der Terrasse einen wunderschönen Blick auch die Schlucht und die sie überspannende Eisenbahnbrücke (welche Sambia und Simbabwe verbindet) hat. Dort haben wir uns gestern den High Tea - very british :) - gegönnt, und in dieser Atmosphäre mit leisem Pianospieler im Hintergrund könnte man sich so richtig vorstellen, wie hier früher die britischen Gentlemen in ihren Tropenhelmen und Khakianzügen über die letzte Jagd und good ol' England philosophiert haben...

Dienstag, 15. November 2016

Wildlife Fotos

 Ein hübscher kleiner Bienenfresser versteckt sich im Schilf:
 Kingfisher gibt es hier von schwarz-weiss bis schön bunt
Hippo-Action - das erste ist ganz schön rasant auf uns zugekommen, zum Glück standen wir auf einer steilen Böschung :)
 
 Wer hat hier die größte Klappe?
 Büffel wirken immer "grantig" und beäugen einen ganz misstrauisch...
 Sehr schreckhaft, die Impalas
Eine Herde mit dem kleinesten Elefantenbaby, das wir bisher in der Wildnis gesehen haben (laut Ranger ca. 3-4 Tage alt)


Gewitter im afrikanischen Busch

Sonntag, 13. November 2016

The big five

Früher haben sie Trophäenjäger geschossen, heute versucht man sie vor die Kamera zu bekommen: Löwe, Rhinozeros, Büffel, Elefant und Leopard. Mit Fotos von allen fünf können wir zwar nicht dienen, aber gesehen haben wir sie alle :-) Wir haben vorgestern zum 1. Mal einen Night Drive ausprobiert, wo man nach funkelnden Augen im Spotlight Ausschau hält, und haben dabei tatsächlich so viel Glück gehabt, einen Leoparden zu finden, der neben der Sandpiste durchs Gestrüpp geschlichen ist, wohl in der Hoffnung eines der unzähligen Impalas zu verspeisen (von denen man nachts überraschenderweise eine noch viel größere Anzahl sieht, als tagsüber).

Gestern war unser letzter Game Drive in Namibia (heute überqueren wir die Grenze nach Botswana) - ein sehr schöner Abschluss mit einer riesigen Elefantenherde (über 50 Tiere, und einem sehr süssen erst wenig Tage alten wirklich winzigen Jungen), sehr aktiven Hippos und einem traumhaften afrikanischen Sonnenuntergang. Als Draufgabe Abends dann noch ein recht heftiges Gewitter, das speziell bei dem "riesigen Himmel" hier (man sieht unheimlich weit und Lichtverschmutzung gibt es auch keine :) ein ganz besonderes Blitz-Spektakel geboten hat, welches wir auf der kleinen "Terrasse" vor unserem Zelt genossen haben - ein Fernseher ist mir hier noch nicht einen einzigen Abend abgegangen... :-)

Auch die (in eine weniger schmeichelhafte Gruppe eingeordneten) Ugly five haben wir schon  gesehen: Hyäne, Marabu, Gnu, Warzen Schwein und Geier.

Liebe Grüße
     Irmgard & Ramin

Freitag, 11. November 2016

Im grün(er)en Norden

Mittlerweile haben wir den trockensten Teil Namibiens hinter uns gelassen und sind in der Nähe des Okavango Deltas - sobald man hier in die Nähe eines der zahlreichen Flüsse kommt, ist das Land saftig grün und präsentiert sich somit wieder einmal ganz anders als bisher. Hier ist auch die Dichte an Menschen und Tieren deutlich höher als im Süden, überall am Straßenrand sind kleine Dörfer zu sehen (meistens mit Hütten aus Holz und Schilf, an denen aber auch schon mal eine Satellitenschüssel angebracht ist ;-) und beim Fahren muss man echt aufpassen wegen der vielen Rinder und Ziegen am Wegrand. Die Gegend ist auch nicht sehr touristisch, was man u.a. dran merkt, dass sich jeder nach dem Auto umdreht und die Kinder am Wegrand lachend winken (auch wenn sie dann, wenn man mal hält, gerne nach "Sweets" fragen, also nicht völlig unverdorben...).

Wir haben heute den ganzen Tag auf einer Bootstour verbracht, wo wir jede Menge Hippo-Herden beobachten konnten - zum Teil konnten wir das gefährlichste Tier Afrikas aus nur 2-3 Metern Entfernung umschiffen, und wenn die Nilpferde dann abtauchen ist das schon ein wenig unheimlich :-)

Fotos gibt es leider erst wieder bei einem der nächsten Quartiere - hier sind wir sprichwörtlich mitten im Busch in einem sehr einfachen Tented Camp ohne Strom und dementsprechend ohne guter Handyverbindung...

Liebe Grüße
    Irmgard & Ramin

Montag, 7. November 2016

Von Würmern, Felsen und Völkern

Wenn man so weit reist, darf es auch schon mal etwas exotischer sein... Kulinarisch haben wir eine Menge neuer Speisen kennen gelernt - hier isst man mit Vorliebe Wildtiere aller Art: Kudu, Springbock, Impala und Zebra standen schon auf dem Speiseplan und schmeckten allesamt sehr gut (in etwa wie eine Mischung aus Rind und Hirsch). Aber das interessante Erlebnis war Dinner in einem Township Nähe der zweitgrößten Stadt, wo es traditionelle einheimische Küche gab: sehr guten Blattspinat (wenn auch etwas Knirschen wegen der Sandkörner darin ;), Eintopf mit allem vom Huhn inklusive Füssen, und Würmern vom Mopane-Baum. Letztere sahen auf Grund ihrer fast schwarzen Farbe "interessant" aus, haben aber erstaunlich gut geschmeckt (der Teller wurde aufgegessen :-) - leicht knusprig und innen saftig, das Experiment hat gelohnt. Zum Abschluss noch ein dort selbstgebauten "Whiskey", der auch nicht übel war - und sichergestellt hat, dass es am nächsten Tag keine ungewollten Nebeneffekte gab ;) 

Diese Mopane-Bäume sind hier sehr häufig und haben neben Essenslieferung auch eine Menge weiterer Funktionen: einem der hier einheimischen Stämme dienen die Blätter als Medizin und das Holz wird zum Feuer entfachen verwendet, ein anderer nutzt die Samen als Parfüm und für Rituale des Erwachsen-Werdens... Hier lebt eigentlich nur mehr ein Stamm, zumindest teilweise, traditionell - das führt u.a. dazu, dass man in einen Supermarkt geht und plötzlich eine barfüßige barbusige Frau in traditioneller Haartracht und Kleidung den Einkaufswagen mit Cola drin an einem vorbei rollt, weil das hier wohl völlig normal ist. Damit die alte Lebensweise nicht ganz in Vergessenheit gerät, haben die Völker hier das Konzept der 'Living Museums', in denen sie - meist wirklich sehr liebevoll und engagiert - Interessierten ihre Kultur und Lebensweise näher bringen. Bei den San (uns besser bekannt als Buschmänner) hatte ich großen Spaß mit einer alten Dame bei meinem wohl nicht ganz so geschickten Versuch, ihre Arbeit zu machen - kleine Löcher in kleine Scheiben von Strausseneiern zu bohren... Faszinierend ist auch die Klicksprache, die hier mehrere Stämme haben - ich bringe nicht einmal annähernd solche Töne heraus ;-) Olfaktorisch etwas anstrengender als die San ist der Stamm der Himba (das sind jene, die tatsächlich noch ihr traditionelles Leben leben) - dort waschen sich die Frauen nie, sondern reiben sich mit verschiedenen Pasten ein und "räuchern" sich und ihre Röckchen für die tägliche Hygiene. Naja, jedem das seine... ;-)



Landschaftlich ist es hier auch nach den roten Dünen der Namib sehr interessant und viel abwechslungsreicher als erwartet: wir haben spektakuläre Steinwüsten und Nebeldünen (wo sich die kleinen Wüstenbewohner wie Spinnen, Geckos und Schleichen von der Luftfeuchtigkeit der Nebelschwaden des nahen Atlantik zehren) erlebt, unwirkliche Felsformationen mit rund geschliffenen "Wackelsteinen" und an den Ayers Rock erinnernde Monolithen (wo es auch sehr schön zum Wandern war), staubend trockenen Landstrichen und Pfützen vom Gewitter in der Nacht zuvor, bis hin zu einer riesigen Salzpfanne, die in der Sonne wie ein Ozean geglänzt hat. Langweilig war es uns also noch keineswegs :)

Liebe Grüße
     Irmgard & Ramin

Fotos

Wüsten - es macht Spass, die Dünenkämmehinunter zulaufen, auch wenn danach alles voller Sand ist :-)

 Einer der kleinen Bewohner der Nebeldünen:

Die Weite und Farben der namibischen Landschaft sind einfach nur beeindruckend!














Man merkt, dass es in vielen Landstichen schon lange nicht mehr geregnet hat - diese Kuhherde war schon kilometer weit weg an ihrer "Sandwand" zu erspähen...











Zu Wüsten und viel Landschaft gesellt sich natürlich auch noch eine beeindruckende Tierwelt:

Elephant bei der täglichen Schlammdusche


gefolgt von einem ausgiebigen Sandbad


Die Zebras hier haben einen interessanten Braunton...
Antilopen-Symetrie am Wasserloch: 

Sonntag, 6. November 2016

Am Wasserloch

Im Etosha Nationalpark spielt sich das Leben Dank der langen Trockenphase zur Zeit rund um die Wasserlöcher ab, und wir erleben gewaltige Schauspiele: eine Herde an Springböcken stelzt über die Steine, immer wieder stecken die zierlichen Antilopen das Köpfchen zum Trinken ins Wasser, zwischendurch läuft ein Schakal eilig zum Wasser - nervös blickt er ständig rechts und links, ein paar schnelle Schlucke und schon ist er wieder weg. Aber noch viel viel vorsichtiger sind die Giraffen - während Gnus und Zebras zielstrebig auf das Wasserloch zugehen, brauchen Giraffen Stunden: zwei Schritte, dann wird erst mal ausgiebig die Umgebung observiert, vielleicht auch noch ein kleiner Snack vom nahen Akazien-Baum gegessen, bevor der nächste Schritt Richtung Wasser gewagt wird... Aber die einzigartige Pose einer Giraffe bei Trinken lohnt die Wartezeit allemal.

Unsere aktuelle Unterkunft bietet ein auch bei Nacht beleuchtetes Wasserloch - wo wir gestern zu meiner großen Freude auch 3 (!) Breitmaul-Nashörner gesehen haben. Da haben wir auch gelernt, wie Nashörner kämpfen: erst mal wird die Länge der Hörner verglichen, da stehen sich die Kontrahenten Horn an Horn minutenlang gegenüber (man könnte meinen, sie machen wie beim Wrestling Trash Talk ;), dann gehen beide irgendwann man zwei Schritte zurück, knallen mit ganz schöner Wucht aufeinander, und danach verzieht sich einer der beiden. Irgendwie hätte ich mir Rhino-Kämpfe spektakulärer vorgestellt :-)

Die wahren Könige des Wasserloch sind aber die Elefanten - wenn sie schnellen Schrittes ankommen, verziehen sich all anderen Tiere sofort freiwillig (und wer trödelt so wie die Nashörner wird lautstark darauf aufmerksam gemacht, dass er jetzt mal besser Platz macht). Und nachdem getrunken wurde beginnt der Spaß - da wird herumgeplanscht, Wasser und Schlamm durch die Gegend gespritzt, und am Ende gibt es zum Abrunden noch eine Sanddusche und akrobatische Übungen zum Kratzen, ich könnte den grauen Riesen stundenlang zusehen...

Fotos folgen

Liebe Grüße
    Irmgard & Ramin

Sonntag, 30. Oktober 2016

Erste Fotos

Mittlerweile sind wir in Swakopmund am Atlantik angekommen, von der Wüste direkt zum Meer. Wer behauptet die Wüste sei langweilig, dem empfehlen wir eine Fahrt durch die Wüste hier, nach jeder Talkuppe eine neue Form von Vegetation, bis hin zu fast gar keiner Vegeation. Dazwischen immer wieder Überlebenskünstler.


Mit WLAN können wir nun auch die ersten Fotos hochladen.

 600 Jahre alte Bäume in einem ausgetrockneten Tal umgeben von Dünen.







Sonnenaufgang in der Wüste Namib mit Sträußen


Irmgard in der Wüste
Oryx in der Wüste

Samstag, 29. Oktober 2016

Hot Hot Hot

Wie schon so oft hält sich das Wetter nicht an die Angaben im Reiseführer: die Regenzeit beginnt gerade 1 Monat zu früh - was aber sehr spannend ist, der Geruch der Savanne nach Regen und das sofortige Wiederaufleben der Tierwelt sind faszinierend - und die Temperaturen liegen gut 10 Grad über der Norm (Handy meldet auch nur mehr "Current Temperaturen too high" ;-). Aber wir sind ja mittlerweile im Namib-Naukluft-Park in der Wüste angekommen, also passt das schon so :) Und Regenwolken bescheren ja auch, wenn dann doch die Sonne durch kommt, wunderschön kitschige Sonnenuntergänge...

Wenn ich die bisherigen Eindrücke ganz kurz zusammen fassen müsste, dann wäre es wohl "Sooooo viel Natur"... Es ist zwar sehr karg, aber das beige-schwarz-ocker-rote Farbenspiel von Bergen, Dünen und Sand ist faszinierend, und trotz der nun schon sehr lange andauernden Trockenheit sind überall tapfere grüne Büsche und Bäume zu finden, unter denen Oryx-Antilopen dankbar Schatten finden.

Bisheriges Highlight - und der Grund, warum Namibia überhaupt auf meinen "Reiseradar" gekommen ist - war die älteste Wüste der Welt, die Namib. Orangerote Dünen, eine uralte weisse Lehmpfanne mit 600 Jahre alten Baumstämmen, die sich in den ungewöhnlichsten Formen in die Landschaft strecken und dazu knallblauer Himmel - mit anderen Worten: wunderschön!

Fotos folgen dann hoffentlich morgen, wenn wir wieder in einer Stadt statt auf einem Berg in der Wüste sind - denn so reicht die Bandbreite leider nicht...

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Angekommen :)

Sonne, blauer Himmel und bald 35 Grad - der Urlaub fängt gut an. Flug war angenehm ereignislos, und wir genießen jetzt erst mal einen ausgezeichneten Kaffee in der Hauptstadt bevor es in einem Landrover mit viel Charakter, unserem Fahrzeug für die kommenden Wochen, zu unserem ersten Quartier auf einer Farm weiter geht.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Wohin geht die Reise?

Nachdem es - auf fast wundersame Weise - letztendlich doch noch geklappt hat, in knapp 2 Monaten eine Rundreise durch Namibien auf die Beine zu stellen, bleibt nun nur mehr eines: Vorfreuen :-)

Wir planen quer durch die Mitte und den Nordteil Namibiens reisen, und dabei einen bunten Mix aus Natur, Tierwelt und Land & Leuten zu erleben. Es sollte abwechlungsreich werden - am Programm stehen unter anderem eine der bekanntesten Wüsten dieser Welt, ein bisschen Meer, Safaris in der Etosha-Pfanne, Flußfahrten im Okavango-Delta, über 2000 Jahre alte Wandmalereien, ein Besuch bei den Buschmännern und anderen Stämmen, und ganz am Ende die berühmten Viktoriafälle.

Und so in etwa sollte unsere Route aussehen: